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Brauche ich ein Social Media Konzept?

Geschrieben von Anubiswaechter am . Veröffentlicht in Projekte und Webseite


Vor kurzem habe ich in den Aktuellen Meldungen verlautbaren lassen, dass ich über ein neues Social Media Konzept nachdenke bzw. ein solches erarbeite. Erfahrt hier meine Gedanken zu diesem Thema.

Aktuelle Projekte

Meine To-Do Liste ist lang. Sie ist immer lang. Spielen umfasst (rein zeitlich gesehen) tatsächlich nur einen kleinen Bruchteil meiner Freizeit. In der übrigen Zeit tüftele ich an Ideen, Memos, Konzepten und wäge Pro und Contra ab. All meine Ideen aufzulisten, würde an ein Ding der Unmöglichkeit grenzen. Ich möchte jedoch auf ein paar Dinge näher eingehen.

Aktuell habe ich im März und verstärkt in den ersten April-Tagen an der Webseite der Kampfgruppe Adler gearbeitet, welche gestern nun fürs erste fertiggestellt werden konnte (http://www.kampfgruppe-adler.de) und veröffentlicht wurde. Ursprünglich war der Release für Februar geplant, also dem Monat, in welchem ich mein Studium (erfolgreich) abschloss. Meine Planung war, dass ich innerhalb von zwei Wochen das Layout erstellt und angepasst habe und innerhalb von einer Woche die grundlegenden Informationen zur Gemeinschaft zusammengeschrieben habe. Tatsächlich fehlte mir jedoch einige Wochen lang die kreative Energie, oder anders ausgedrückt: ich war lange Zeit mit den bisherigen Resultaten nicht zufrieden (... soviel zum Abwägen). Schließlich konnte ich mich jedoch auf eine optische Gestaltung einigen und war für einen ersten Release auch mit den Texten ganz zufrieden.

Obwohl mit der Webseite nicht bezweckt werden soll, eine große Reichweite, viel Einfluss und ganz viel AdSense-Money zu erhalten, so lag mir das Projekt doch - ebenso wie Anubiswaechter.de und einer weiteren Webseite - sehr am Herzen. Es entspricht meinen ideellen Zielen, in diesem Bereich meiner Hobbys (professionelle Öffentlichkeitsarbeit mit journalistischem Einschlag und in spielerischer Hinsicht die Glaubwürdigkeit, wenn ich einer Militärsimulation fröne) gute Arbeit abzuliefern. Das ist in etwas mit einem detailverliebten Modellbauer vergleichbar, egal ob er reale oder virtuelle Modell baut. Es soll einfach gut werden.

Die Seite Anubiswaechter.de hat nun bereits einige Jahre Entwicklung hinter sich, und wenn ihr wüsstet, was alles geplant war und was (tatsächlich) bereits alles begonnen wurde, ... ihr würdet große Augen bekommen. Tatsächlich sind in quantitativer Hinsicht immer noch nahezu 75-80% der Webseite intern, also im Entwurfsstadium, in qualitativer Hinsicht ist die Webseite, berücksichtigt man auch all die geplanten und noch nicht begonnenen Inhalte, zu gerade einmal 5-10% fertig. Gerade der große Bereich "Militär & Taktik", der Kernbestandteil dieser Webseite ... irgendwann einmal sein soll, wurde noch nicht einmal ansatzweise veröffentlicht. Dazu erfordert die Bearbeitung einfach viel mehr Zeit (wieder vor dem Hintergrund, dass es vor allem mir selbst zusagen muss). Zudem habe ich die Webseite auch optisch häufig umstrukturiert und verändert, was nicht gerade zeiteffizient war.

Aus diesen Gründen war es meine Absicht, die Seite Kampfgruppe Adler erst dann freizuschalten, wenn sowohl Grundkonzept (Site Map, farbliche Gestaltung, Layout insgesamt) als auch der Sprachstil der Texte und die darin enthaltenen Informationen meinen Ansprüchen genügten. Glücklicherweise sind die geplanten Inhalte auf Kampfgruppe-Adler.de im Vergleich zu Anubiswaechter.de "recht schlank". Es sollen dort nur grundlegende Informationen zur Gemeinschaft angeboten werden, welche einen Ersteindruck ermöglichen. Zudem soll in Blog-Form über aktuelle Entwicklungen und Ereignisse berichtet werden - welche jedoch naturgemäß erst im Laufe der Zeit aktuell werden, wodurch die anfängliche Bearbeitung der Webseite relativ kurz sein konnte. Nun, wo sie publiziert wurde, kann ich zeiteffizient Beiträge verfassen und Inhalte einpflegen.

Ähnlich wie mit Kampfgruppe-Adler.de geht es mir nun noch mit einer weiteren, hier nicht näher bezeichneten Webseite so. Obwohl einen Bereich betreffend, der rein gar nichts mit Simulationen und Militär zu tun hat, ist das Konzept der Webseite doch vergleichbar. Ich werde mich nun verstärkt diesem Projekt widmen, um diese Seite zu veröffentlichen, um anschließend Beiträge zeiteffizient verfassen und publizieren zu können.

Neuer Freiraum

Sobald diese Seite publiziert wurde (ich rechne und hoffe noch im April damit), kann ich auf allen drei primären Webseiten (Anubiswaechter.de, Kampfgruppe-Adler.de und die dritte Seite; und ja, ich habe noch weitaus mehr Webseiten) Inhalte wesentlich schneller publizieren. Wenn erst einmal das Grundkonzept steht und einige Vorlagen parat sind, ist es schlichtweg viel einfacher und damit schneller, Inhalte zu schaffen.

Dadurch, so hoffe ich, werde ich neuen Freiraum gewinnen, mehr Freizeit, dadurch, dass ich weniger abwägen muss. Dann müssen häufig "nur noch" Bilder bearbeitet und hochgeladen werden. Darauf muss ich immer noch einige Zeit investieren, aber ganz ohne wird es nicht gehen. Zumindest habe ich (natürlich) auch bei Bildern einige Ansprüche. Ich veröffentlichte beispielsweise keine unbearbeiteten Screenshots aus ArmA 3, da mir die Bilder häufig in Helligkeit und Kontrast nicht gefallen. Aber immerhin kann ich, wie gesagt, Texte schneller verfassen.

So zum Beispiel auch dieser Beitrag hier: Über die Webseite ein neues Fenster geöffnet, die richtige Blog-Kategorie ausgewählt, und ich kann munter drauf los tippen und diesen Text hier weitestgehend herunter schreiben, so wie es mir gerade in den Sinn kommt.

Da in Kürze eine weitere Phase meiner umfangreichen Ausbildung beginnt, befürchte ich, dass ich die gewonnene Zeit nicht in sehr viel mehr Beiträge bspw. hier investieren kann, und womöglich benötige ich die neue Zeit tatsächlich schon in der Anfangszeit überwiegend für den neuen Ausbildungsabschnitt. Immerhin sollte es aber nicht noch weniger Beiträge bzw. allgemein Content geben (inkl. bspw. Beiträge mit Bildern aus ArmA 3 auf Facebook).

À propos Bilder und Facebook

Ich habe vor einiger Zeit begonnen, all meine Facebook-Bilderalben von Anubiswaechter auf die Webseite zu übertragen, und war nach vielen hundert Bildern nach einiger Arbeit schließlich zu knapp 50-55% damit fertig. Die restlichen Bilder aus den neueren Alben wollte ich zu einem späteren Zeitpunkt integrieren.

Da ich davon ausging, dass Facebook die Bilder über viele, viele Jahre hin am selben Fleck speichern würde, war es meine Absicht, die Bilder bei Facebook hochzuladen (wie ohnehin schon geschehen), und dann der Einfachheit wegen diese Bilder hier einfach nur zu verlinken. Nun habe ich jedoch gerade vorhin feststellen dürfen, dass sich nun offenbar doch die URL von zahlreichen Bildern geändert hat, weshalb die Bilder nun auf der Webseite in einem nicht unerheblichen Umfang nicht mehr angezeigt werden. Um es also auf den Punkt zu bringen: viele, viele Stunden Arbeit waren umsonst.

Einzige Alternative wird für mich nun sein, die Bilder nun doch auf meinen Webspace der Webseite hochzuladen. Das wollte ich eigentlich vermeiden, da wir hier über mehrere Gigabyte an Daten sprechen und ich die Dateipfade, getrieben von meinem Perfektionismus, gerne mal "optimiere".

Also nicht nur, dass ich wertvolle Zeit verloren habe, ich darf mir nun auch noch Gedanken über ein für mich passendes Bilderkonzept machen, welches meinen Ansprüchen genügt. Überdies wird selbstverständlich auch sehr viel Zeit für die Korrektur der Beiträge mit den mittlerweile nicht mehr dargestellten Bildern nötig sein.

Freiraum adé? Nein, das nicht. Ich werde dies einfach auf die lange Bank schieben.

Und was ist nun mit dem Social Media Konzept?

Nach all dem habe ich überlegt (und bereits einige Vorbereitungen getroffen), mir ein "Social Media Konzept" zu erstellen. Das hört sich nun super professionell an, und legt wohl den Schluss nahe, ich wäre Journalist oder Kommunikationsstratege. Nun, beides bin ich nicht. Aber ... folgendes Extrem-Beispiel zur Verdeutlichung des Problems: Einen Blog mit durchschnittlich einem Beitrag pro Jahr wird kein Mensch lesen. Eine Facebook-Seite, die nur alle paar Monate ein sinnvolles (informatives oder unterhaltendes) Update erhält, ist nicht besuchenswert. Ich möchte also sowohl Qualität, als auch Quantität (zu einem Mindestmaße), beides also kombiniert.

Überdies sollen die Beiträge, egal ob informativ oder unterhaltsam, egal ob Fotoalben, Videos oder Texte, in gewisser Hinsicht "sehenswert" sein, also zielgruppenorientiert sein. Nun, ich möchte darauf hinweisen, dass mir virales Marketing mehr als fern ist. Denn das, was häufig viral geht, bzw. "im Trend" liegt, ist sehr häufig ganz und gar nicht das, was ich mir unter Qualität vorstelle. Es wird bei mir also weiterhin keine Capslock-Titel geben, keine Brüste auf Thumbnails, und ich werde auch niemanden "pranken" oder zweitklassige "Challenges" machen. Aber dazu später noch ein Wort.

Jedenfalls möchte ich dennoch, dass Beiträge, (1) die mir gefallen, (2) häufer erscheinen und (3) für meine Zielgruppe interessant sind. Es gibt von YouTube und Facebook einige Hilfe-Seiten, auf denen erfolgreiche Social Media Tipps gegeben werden. Ein einfaches Beispiel: ein auf Facebook geschriebener Post bzw. ein auf YouTube veröffentlichtes Video ist erfolgreicher, wenn er/es zu einer Zeit kommt, zu der die eigene Zielgruppe überwiegend gerade von der Arbeit oder Schule nach Hause kommt, als ein Beitrag, der um 2 Uhr nachts publiziert wird.

Zahlreiche Methoden (wie T-Thumbnails) schließe ich kategorisch aus. Viele weitere Methoden bedeuten jedoch für den Leser/Zuschauer keine Nachteile und sind deshalb der Kategorie "hilfreicher Tipp!" zuzuordnen.

Zum einen also deswegen, und zum anderen wegen den weiter oben beschriebenen Erwägungen (meinen Content häufiger 'an den Mann bringen' zu wollen), überlegte ich die Zweckmäßigkeit eines Social Media Konzepts für mich.

Ein solches würde neben den zahlreichen hilfreichen Tipps der Social Media Plattformen vor allem eine Art "Contentplan" beinhalten. So etwas hat zwar ohnehin jeder halbwegs vernünftige Blogger, und ist deshalb eigentlich nicht erwähnenswert. Andererseits: "Es ist ja nur ein Spiel". Ja, es ist nur ein Spiel, es ist nur Freizeit. Das ist so wahr, wie es nur sein kann. Im Gegensatz zum üblichen Aussagekern verstehe ich darunter jedoch keine qualitativen Abstriche, nach dem Motto: "So genau muss man das nun nicht nehmen". Nein, ich verstehe darunter nur quantitative Abstriche, die sich vor allem in zeitlicher Hinsicht äußern. "Gut' Ding will Weile haben", oder so ähnlich. Aber das kam sicherlich zu Beginn des Artikels schon hinreichend zum Ausdruck.

Meine Gedanken zu diesem Thema sind nun also zusammenfassend wie folgt:

1. Durch den gewonnenen Freiraum habe ich mehr Zeit, die ich in Blog-Beiträge, Bildbearbeitung und vlt. sogar das ein oder andere Video investieren kann. Natürlich sind auch andere Dinge denkbar, beispielsweise eine verstärkte Unterstützung von anderen Gemeinschaften bei lohnenswerten Projekten (ja, da ist gerade etwas in Planung).

2. Ich will mehr Content, bei gleichbleibender Qualität.

3. Ich will meinen Content besser, effektiver, subtiler, aber moralisch gut vertretbar an den Mann bringen.

Brauche ich also einen Contentplan? Brauche ich ein Social Media Konzept? Nun, ich werde es wohl noch weiter durchdenken müssen. Über die Ergebnisse werde ich euch zu gegebener Zeit informieren.

Und was ist mit YouTube?!

Das Schlusswort vielleicht zu YouTube. Ich bekomme recht viele Anfragen, wann man wieder etwas kommt. Und ob überhaupt noch etwas kommt. Die Standard-Antwort ist in allen Fällen die gleiche: Ja, da kommt noch etwas. Aber ...

Es kommt nicht mehr das, was früher kam. Was kam denn früher? Naja, vor allem ArmA-Videos. Und die werden auch künftig einen zentralen Platz einnehmen. Ich meine damit eher, dass sich meine Ziel für und auf YouTube fundamental verändert haben. Es ist zwar schön, soviele Abonnenten zu haben. Das ist wirklich schön. Aber es war nie mein Ziel Reichweite zu generieren, um z.B. meine Meinung kundzutun bzw. gar "Meinungsführer" werden zu wollen, was so der eine oder andere von sich hält aus der Community. Nichts desto trotz war es mein Ziel Reichweite zu generieren, um ständig neue Leute "anzusprechen", um wiederrum somit immer neue Leute für die 14. Jägerkompanie zu gewinnen. Nachdem ich die ersten paar Videos auf YouTube vor vielen Jahren veröffentlichte, um ein wenig herum zu experimentieren, so war das (die Personalgewinnung) all die Jahre mein primäres Ziel. Eine große Mission erfordert in ArmA nunmal eine Menge Leute. Und da die meisten nach wenigen Monaten wieder abspringen/austreten, muss halt ständig Personalersatz heran.

Daher habe ich häufig Videos auf YouTube "herausgedrückt", mit denen ich sowohl von der Bearbeitung, als auch von den gezeigten Szenen her ganz und gar nicht glücklich war. Da ich kein Mitglied der 14. Jägerkompanie mehr bin und die Kampfgruppe Adler als Reservistenverband auf zahlreiches Personal nicht angewiesen ist, habe ich also derartige Ziele wie früher auf YouTube nicht mehr. Ein befreiender Moment, irgendwie.

Was will ich damit sagen? Nun, es werden weder demnächst, noch langfristig gesehen Videos von mir auf YouTube erscheinen, die einfach nur rausgedrückt werden, um neue Leute anzusprechen. Ich werde Videos nur dann veröffentlichen, wenn ich mit ihnen wirklich sehr zufrieden bin. Oh, das muss nicht heißen, dass die Videos komplett anders sein werden, als früher. Es kann sogar sein, dass der ein oder andere gar keinen Unterschied feststellen wird. Aber darauf kommt es mir nicht an. Mir geht es nur darum, mit meinen eigenen Videos "im Lot" zu sein, ein reines Gewissen zu haben, abends gut damit schlafen zu können.

Dies gilt umso mehr, als nach meinem Eindruck und offensichtlich auch nach dem Eindruck vieler anderer YouTuber, sich YouTube seit einiger Zeit immer mehr zu einer Plattform entwickelt, welche ..., welche ... Ich weiß auch nicht. (Wer überhaupt bis hierhin gelesen hat:) Schaut euch einfach die Beiträge aus dieser Playlist an und ihr werdet sicherlich verstehen, warum mich YouTube zurzeit wenig reizt, um dorthinein meine Zeit und Energie zu stecken:

Die ganze Playlist im Überblick: https://www.youtube.com/playlist?list=PL-hIA3ug_RFndSsmZko8t4x36NbFRHxk4

Darüber hinaus, das dürfte jedem sicherlich schnell klar werden, ist die Videoproduktion (soweit es sich nicht nur um Videos handelt, die einfach "rausgedrückt" werden) sehr viel zeitaufwendiger, als Text- und Bildbearbeitung (zumindest für mich, der solche Texte wie hier einfach herunter schreibt).

Ein Fazit? Nun, wie wär's mit: Alles bleibt, wie immer. Nicht gut?! Nun, ich werde mal sehen. Für's erste habe ich euch informiert, was zurzeit so abgeht (soweit es auf die Web- und Videoauftritte geht) und wie es möglicherweise demnächst weiter geht. Und, achja: Selbstverständlich sind viele Beiträge Work-in-Progress und es ist nicht auszuschließen, dass zu dem ein oder anderen Thema künftig konkretere/ausführlichere Beiträge folgen.

Alsdann. Ahoi.